Familienaufstellung
Ich habe etwas für mich erkannt, was das Familienstellen betrifft. Natürlich habe ich gelernt, wie man als Leiter fungieren soll. Welche Stellungen, was aussagen sollen und so weiter. Jedoch ist mir schon sehr früh klar geworden, dass da etwas "schief" läuft. So kann es nicht funktionieren. Denn betrachten wir es doch mal aus einer Metaebene, so kann ich sehen, dass jeder Mensch, jede Seele, individuell und einzigartig ist.
Was der Mensch daraus versucht zu machen, ist ihn zu kategorisieren. Denn dann wird sein Verhalten erklärbarer! Kann das aber die Lösung sein? Ich denke nicht.
Daher war für mich eine "normale" Herangehensweise an die Aufstellungen nicht möglich. Ich habe schon von jeher die Stellvertreter mehr selber agieren lassen. Habe mich gleichzeitig absolut auf meine Intuition verlassen. Stellungen ausprobieren lassen, damit die Stellvertreter oder auch die Klienten verschiedene Situationen betrachten und ausprobieren können und selbst fühlen können, was richtig und besser für Sie selbst ist! Sie sollten selber erfahren!
Vor allem habe ich eines erfahren dürfen in den ganzen Aufstellungen, die ich leitete. Alles ist von "oben" her gesteuert und gewollt. Je nach Entwicklungsstand des jeweiligen Menschen, ist es nun an ihm, seinen Weg zu gehen. Und jetzt kommt das Wesentliche: egal ob es Krankheit, Tod, Gesundheit, Trennung oder sonst was bedeutet! Es kommt nicht darauf an, das die Person zum Beispiel gesund wird, sondern, dass er seinen für sich bestimmten Weg einschlägt und in seine Erfahrung gerät. Das ist es. Das kann natürlich auch Heilung bedeuten.
Natürlich kann ich jetzt als Mensch sagen, ich möchte, dass dieser oder jener Mensch gesund wird. Doch woher kommt diese Einstellung? Sie hat etwas mit mir selbst zu tun. Mit meinem Ego und damit, dass ich eine gegebene Situation nicht akzeptieren möchte. Damit stelle ich mich allerdings über die geistige Welt, oder anders ausgedrückt, über Gott. Es ist nur mein Ego, das will, dass es dem anderen besser geht. Und trotzdem ist es gleichzeitig so, dass ich mich für die andere Person freuen kann, wenn sie wieder gesund wird. Das hat damit nichts zu tun. Ebenso kann es sein, dass in dem Moment, wo diese Person sich und seine Situation akzeptiert, heilen kann! Seine Seele wird in diesem Moment wachsen und ihre Aufgabe eventuell erfüllen.
Ist das nun hart oder gefühllos? Nein, ich nehme den Anderen so, wie er ist an, OHNE Gedanken an Veränderung. DAS ist WAHRE LIEBE!
Was ist nun, wenn ein Mensch zu mir kommt, der krank ist und davon geheilt werden will? Es ist seine Entscheidung, wieder gesund zu werden. Je nachdem, wo er zur Zeit steht (thematisch, in Emotionen und oder Gefühlen, Bewusstheit, Schuld und so weiter), wird ihm eine Familienaufstellung helfen. Denn die geistige Welt ist für jeden da. Denn sie will, dass es dem Menschen gut geht (das heisst nicht unbedingt gesund!) und er wachsen kann. Und wenn es so sein soll, dann kann er sich von seiner Krankheit befreien.
Bedenken wir, Tod ist nicht etwas schlechtes, was zu vermeiden gilt. Der Tod ist existentieller Bestandteil unseres Lebens und gleichzeitig seine Vollendung! Das den Menschen näher zu bringen, das sie dieses anerkennen, ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.




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