| Leben |
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Leben als gesammeltes Werk meiner Gedanken zu nehmen, ist die Unvollkommenheit meiner Sicht. Den Körper zu spüren, die Gefühle zu kennen, die Gedanken zu kontrollieren, Bewusstheit als Mittel zum Zweck zu benutzen ist der Gipfel des Lebens. Die daraus gezogene Quintessenz ist die Liebe zu mir und die Vollkommenheit meines Seins. Mein alleiniges Recht zu leben und zu lieben, wen und wann immer ich will. Ohne Beziehung, in Freundschaft und Glücklichsein. Das Leben als Realität zu betrachten und zu nehmen, ist leben in der reinen Form der Vernunft. Kein „meins“ zu sagen und zu denken, sondern sich des anderen zu erfreuen und sich zu erfahren, erfordert höchste Intuition und Weisheit in sich. Die innere Weisheit zu benutzen und einfach zu wissen ist pures Leben ohne schädigende Verhaltensstrukturen aus dem evolvierendem System vom Anbeginn der eigenen Geburt. Zu Atmen und sich des Lebens eigenem Rhythmus hinzugeben und jeden Augenblick bewusst zu geniessen, bedeutet Leben. Geniessen bedeutet das Leben zu nehmen, wie es ist. So entfallen ernste Momente des Schreckens und der Trauer. Das Leben wird einfach in seiner reinen Form erfahren und gewinnt damit an Tiefe, da Oberflächlichkeiten und Unwahrheiten entfallen. So wird der Weg zu seinem eigenen Selbst geöffnet und dieses verlangt nach Wahrheit. Aus Wahrheit entsteht Wahrheit und darf erlebt und gelebt werden. So wird das Leben erfahrbar und Dankbarkeit und Zufriedenheit entsteht. Leben bedeutet atmen und der Atem des Lebens gewährt uns Einblick in unser innerstes Wesen. Die innere Einkehr führt uns in verborgene Systeme unsers Wissens. Für die Welt, die wir erleben, benötigen wir Wissen von Aussen. Da müssen wir lernen und Wissen ansammeln. Doch für das Leben ist es nicht relevant, es geschieht, auch ohne unser Zutun. Unser inneres Wissen ist anders als das Erlernte. Es geschieht, wie das Leben selbst, ohne unser Handeln. Wir lassen geschehen, einfach nur geschehen. Denn es ist einfach. Ich brauche keine Übung dazu. Das wäre unlogisch, denn dies wäre eine Handlung im Aussen. Für eine Handlung im Innern, eine Übung im Aussen? Das funktioniert nicht. Wir brauchen nur zu Sein. Präsenz in der Gegenwart. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. August 2009 um 23:52 Uhr |


