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Durch Vergleichen bleibe ich im Aussen

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Wenn das Leben als fragmentiert zu betrachten gilt, so ist der Zeitpunkt der Fusion, der Einheit mit mir, von mir selbst zu bestimmen. Allerdings mache ich mich abhängig von äusseren Einflüssen, die mich belehren und mir helfen wollen. Die sogenannten Helfer der Menschen, die nichts anderes im Sinn haben, als sich selbst zu verkaufen.

Wo ist der Punkt, wo ich mich von ihnen differenziere? Bin ich derjenige, der es ihnen gleichtut? Bin ich immer noch so fragmentiert, es nicht zu sehen? Ich bestimme, indem ich mich selbst erkenne. Alles lässt mich jedoch im Aussen und im Vergleich. Selbst die guten Sprüche des Tages. Sie zielen auf meine Vergleichsmöglichkeit im Ego und so bleibe ich im Aussen und sehe mich projiziert auf den anderen Menschen, der anders ist als ich und weiter.

Meine Fragmentierung bleibt bestehen. Denn ich vergleiche. Es verhindert, dass ich mich als individuelles, einzigartiges Wesen erkenne, was ich wirklich bin. Ich habe gelernt, mich mit Anderen zu vergleichen, was in der Schule anfängt und im Beruf weitergeht. Selbst in der Beziehung vergleiche ich mich ständig. Bin ich der bessere Liebhaber? Früher hatten wir doch mehr Sex, liebt sie mich überhaupt noch? Ständiger Vergleich im Leben. Kein Augenblick, sondern ein stetiges Verharren im Vergangenem und im Zukünftigen. Der Augenblick kann nicht wahrgenommen werden. Ein Leben im Augenblick scheint nicht möglich, sogar unerreichbar. Schon dieser Gedanke reicht und ich bin draussen. Draussen im Geschehen des Tages, im Strudel der Ereignisse, im Leben der anderen Menschen. Es ist nicht mehr möglich mich ohne Projektion, ohne Vergleich, zu betrachten.

Nur im absolut vollendeten Willen, mich zu erkennen, in der totalen Ehrlichkeit meines Wesens, ist es mir möglich, mich zu sehen, wie, was und wer ich bin. Ohne Ich, ohne Anderen, ohne Wertigkeit, ohne Subjekt. Disidentifikation und Klarheit kann nun eintreten. Das geschehen lassen ohne meine Einwirkung, ohne Erwartung. In der Ruhe meines Selbst geschieht das Wunder, ohne Wunder zu sein. Denn das ist die Erkenntnis meines Selbst, meines Geistes, meines vollendeten Wesens. In der entstehenden Ruhe erfüllt sich nun der Raum meines Wesens. Veränderungen treten ein, ohne Veränderung zu sein. Liebe entsteht zu mir selbst. Mein Wesen erhält die Verbindung zu mir und kann nun wirken, ohne Einwirkung des Verstandes, der die Gedanken kontrolliert und sich im Ego verankert. Die Freiheit wirkt und erhöht jeden Moment meines Daseins mit ihrer Pracht und der Dimension des allumfassenden Seins. So ist die Freiheit meines Wesens, die Freiheit von den Gedanken- und Verhaltensstrukturen des erlernten Menschseins. Von der Wiege meiner Geburt bis hin zur Vollendung meines Lebens im Tod.