| Selbstwert |
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Der Selbstwert wird uns von aussen obtruiert. Er hat nichts mit uns und unserem Wesen zu tun. Trotzdem zwingt er uns ständig in den Vergleich zu gehen. Vom Kindesalter an bekommen wir beigebracht, wie wir sein sollen. Wir werden verglichen und bewertet. Ein Indianer weint nicht. Sei lieb. Das kannst du nicht. Lass mich das machen, du bist noch zu klein dafür.In der Schule sind wir weiterhin im ständigen Vergleich und in der Wertung. Nicht nur unsere Leistungen, sondern auch wir werden in die Wertung mit einbezogen. So bekommen wir jahrelang Noten für unser Verhalten und für unsere Leistungen. Unsere Eltern fangen damit an, unsere Erzieher und Lehrer machen weiter und unsere Chefs fahren damit fort. Ein Leben in der ständigen Wertung. So lange alles gut läuft, ist das auch kein Problem. Die Probleme fangen an, wenn in unserem Leben etwas schief läuft. Die Kündigung des Jobs, die zerrüttete Ehe, die Scheidung. Darunter leidet unsere Wertigkeit. Unser scheinbarer Wert, unser Selbstwert sinkt. Da wir uns über diesen definieren, geraten wir immer mehr in eine Depression. Wir vergleichen uns mit unserem Selbstwert mit anderen. Sind diese in einer (scheinbaren) höheren Wertigkeit für uns, so fühlen wir uns kleiner. Diese Problematik kann bereits im Kindes- und Jugendalter eintreten. Diese Kinder sind dann eher zurückhaltend, introvertiert und lehnen sich meistens gegen ihre Eltern und Lehrer auf. Besonders zu erwähnen sind hier die Fälle von ADS(ADHS). Wo auf Grund der kurzen Konzentrationsphasen Schwierigkeiten in unserem antiquierten Schulsystem vorprogrammiert sind. Die Eltern und Lehrer machen diese Kinder zu Problemfällen, mit dem Erfolg, dass diese sich therapeutischen und medizinischen Untersuchungen und Behandlungen unterziehen müssen. Die Kinder werden hier in eine Schublade der "Erwachsenen" gesteckt, aus der sie sich aus eigener Kraft nur schwer entziehen können. Die Kinder und Jugendlichen werden wie Kranke behandelt. Dementsprechend niedrig ist natürlich ihr Selbstwertgefühl. Oder um es anders auszudrücken, desto mehr wird ihr Selbstwert durch Eltern, Lehrer, Therapeuten und Ärzte aktiv gedrückt und klein gehalten. Und das, aus gutem Glauben heraus, für die Kinder nur das Beste zu wollen! Das ist die Schizophrenie der erwachsenen Schulmedizin. Hier wird das Talent der kurzen hohen Konzentrationsphasen, die hohe Intelligenz einer schnelllebigen Zeit, verkehrt zum krankhaften Selbstbildnis einer veralteten, verknöcherten Struktur von selbstverliebten, egomanen Machthabern. Die, die selbst nicht mehr mitbekommen, dass das Rad der Zeit sich immer schneller dreht und wir hier eine neue Generation von Menschen benötigen, die dem gewachsen sind. Der Selbstwert wird uns von aussen obtruiert. Wenn wir verstehen, dass unser Inneres, unser Selbst, keinen Selbstwert benötigt, um zu sein, so sind wir in der Lage, unser Sein zu lieben, so wie wir sind. Ohne Vergleich, ohne Abhängigkeit. Damit stehen wir zu uns selbst und stellen uns nicht mehr in Frage. Auch ist es nicht mehr nötig, in zynischer oder gar in sarkastischer Art und Weise mit anderen Menschen zu kommunizieren. Denn wir sind mit uns zufrieden und müssen den "Wert" des Anderen nicht nivellieren oder senken. |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. Februar 2009 um 03:47 Uhr |


