Oli, dä Mammutbaum
Für mich zeigt das Musical „Oli, dä Mammutbaum“ in beeindruckender Weise, wie es diesen erstklassigen Schauspielern/innen, Sängern/innen und Musikern/innen gelungen ist, auf der Plattform eines „normalen“ Musicals etwas Besonders zu transportieren.
Im Spielgeschehen werden Andersartigkeit, Offenheit, Liebe, He(ä)rzigkeit, Glaube, Identifikation, Mitgefühl, Suche nach Anerkennung (Oli, dä Mammutbaum und die Prinzessin und ihre Liebe zueinander), Politik und Macht (König), Gewissen (Königin), Unternehmen, Korruption, Gewissenlosigkeit, Geldgier (Baumwilderer), Menschen aller Klassen (Waldtiere), Ehrlichkeit und Wahrheit (Zauber-Rabe) dargestellt. Während des Stückes fühlt der Zuschauer sich sehr schnell in die verschiedenen Charaktere ein. In diesem Wechselbad der Gefühle ist man in dem einen Moment am Lachen und sich am Freuen und im anderen schiessen einem die Tränen vor Rührung und Liebe in die Augen. Bei dieser abwechslungsreichen Unterhaltung vom langsamen Schlaflied bis zur wütenden Rettung der Bäume vor dem Waldwilderer, durch Oli, bietet dieses Musical mehr als elysische Qualitäten. Dies ist wohl der Hauptgrund dafür, dass die Zuschauer sich am Ende so überwältigt von dem Stück zeigen.
Durch das Feingefühl des Komponisten (Rolf Stiefel) in der Interaktion mit dem herausragenden Autor und Regisseur (Erich Furrer) und den hervorragenden Schauspielern führt dieses Stück tief in die Welten der Gefühle und Emotionen. Sie verstehen es beide (Stiefel und Furrer), empfundene negative Emotionen durch ihre Kompositionen zu transformieren, dass am Ende diese als Freude und Liebe erscheinen und der Zuschauer sich verstanden, bestätigt und euphonisch fühlt.
Für mich waren die sechs Aufführungen für so ein Meisterstück zu wenig. Bleibt zu hoffen, dass sie nächstes Jahr bei ähnlichem oder gleichem Ambiente dieses Stück noch einmal aufführen oder es vielleicht sogar weiterführen werden.
Sie spielen wieder in diesem Jahr:
Bazenheid 4. - 21. August 2011
Mehr Informationen hier
Danke für dieses Musical!
Ps: Ich weiss nicht, ob meine Interpretation des Musicals der Intention des Autors gerecht wird. Es ist halt meine...
