Die Angst wird oft als Feind unseres Systems gekennzeichnet. Gerade spirituell Leichtgläubige springen gerne auf diesen Zug auf. Naja, die meisten denken, es ist auch nicht schön, Angst zu haben. Doch wir dürfen eines nicht vergessen, die Angst hat mit Selbstliebe zu tun und daher brauchen wir sie. Nur was wir aus der Angst heraus kreieren, ist etwas anderes. Ein anderer Umgang mit ihr löst das Problem.

Nur weil viele Leute Angst kennen und dieses Gefühl einfach nicht mögen, wird dieses überlebenswichtige Gefühl, welches mit Selbstliebe zu tun hat, oft dazu missbraucht, um Zuschauer und Zuhörer zu generieren. Wenn ich in facebook Likes generieren möchte, so brauch ich lediglich etwas über die üble Angst zu sagen und wie wir sie loswerden können. Das Ganze noch in ein schönes Bild integriert und schon hagelt es Likes. Angst wird gern als Übel gekennzeichnet. Wir benötigen sie nicht und sie ist nur ein Kennzeichen davon, dass wir noch nicht in unserer Liebe sind und sobald wir wirklich Spirituelle sind, ist die Angst eh nicht mehr da. Mit dem Wort Angst wird viel Geld generiert. Wer klug darüber spricht und Heilung verspricht hat viele Zuhörer. Denn Angst wird als Gefühl nicht geliebt und das ist eben der Fehler. Arbeite einfach mit deiner Angst und schau, was sie dir sagen will. Dann wirst du selber merken, wie wichtig dieses liebende Gefühl der Angst ist.
Auch hat Heilung nichts mit Angst zu tun. Das habe ich letztens gelesen, dass jemand sagte, wenn wir in der Heilung uns befinden, verschwindet die Angst. Ich kann dazu nur sagen, so ein Unsinn. Doch wenn ich so die Likes mir anschaue, fallen doch sehr viele auf solch einfache Manipulation herein. Man spricht von etwas Abstraktem, ohne genau darauf einzugehen (Heilung), arbeitet mit Halbwahrheiten und verspricht so nebenbei das Verschwinden der Angst (Angst ist unbeliebt). So entziehe ich dem Leser und dem Gutgläubigen die Eigenverantwortung. So verschaukelt man nur diese Gutgläubigen… Angst ist ein elementarer Bestandteil von uns, es hat mit Selbstliebe zu tun und gehört zu den fünf Gefühlen (Freude, Trauer, Angst, Aggression, Intention), die wir haben. Uns davon zu trennen, käme dem Tod gleich. So fängt man nur spirituell Leichtgläubige… Hört sich einfach gut an… Das war es aber schon… Lasst euch also nicht darauf ein und trennt hier die Spreu vom Weizen. Wer Angst missbilligt, verflucht, verscheuchen will, etc. hat noch nicht verstanden, wofür wir die Angst wirklich brauchen. Die Angst ist ein Wegweiser zum Hinschauen.
Angst ist eben kein Monster, sondern ein Freund…

Du musst dich ihr stellen und das ist eben unbequem. Die Arbeit mit deinen Schattenanteilen wird dir Angst bringen. Doch, wenn du verstehst, dass das dein Weg zur Heilung sein kann, wirst du auch verstehen, was der Grund dafür ist, dass die Angst dann kommt. Sie kann dir ein Wegweiser zu deinen ungeliebten, unbewussten Anteilen sein. Da, wo du nicht hinschauen willst, um dich normalerweise zu schützen, wird dir die Angst zeigen, wo dein Weg in Richtung Freiheit läuft. Folge ihr, konfrontiere dich und löse dich von alten, unbewussten Anteilen, um wieder gesund zu werden.