Das verletzt sein entsteht aus dem Bedürfnis heraus, dem Anderen, der mich verletzt hat, zu zeigen, hier, schau her, das bist du Schuld! Das hast DU mit mir gemacht! Nur wegen dir geht es mir jetzt so schlecht!
Sie versuchen mit dem verletzt sein den anderen zu manipulieren. Dabei vergessen die Menschen gerne, dass sie nur verletzt sein können, wenn sie es sein wollen!

Denn mit ihrem verletzt sein (wir könnten es auch beleidigt sein nennen; diesen Terminus finde ich vor allem bei Kindern vor), wollen sie bei dem Anderen nur etwas erreichen. Sie wollen den anderen manipulieren. Es ist also kein Akt der Passivität, was jemand von Aussen ihnen antut, bzw. angetan hat. Sondern der eigene Wille, jetzt verletzt zu sein und es anderen zu zeigen, wie schlecht es ihnen geht! Durch ihr verletzt sein versuchen sie dem Anderen eine Schuld aufzudrängen. Es ist geboren aus einer Art Hilfslosigkeit sich selbst Wert zu schätzen. Daher der Versuch, den Anderen dahin zu bewegen, dass er eine imaginäre Schuld verspürt und dadurch zum „Verletzten“ wieder nett wird. So bekommt dieser die Aufmerksamkeit, die er vom Anderen „braucht“.

Zieht das bei diesem nicht, so werden andere, oft Unbeteiligte, in das Geschehen hineingezogen. So erhält der „Verletzte“ seine Energie von anderen Menschen. Er ist ein so genannter Energiefresser. So betrachtet, muss man sagen, das derjenige, der verletzt ist, nicht das Opfer sein kann, wofür man ihn halten soll und als solches er sich selber auch sieht. Sondern, er ist der Täter! Ob bewusst oder unbewusst, er spielt das Spiel der Schuld. Er WILL die Schuld dem Anderen, der ihn vermeintlich verletzte, auferlegen! Je mehr nun dieser für Schuld empfänglich ist, desto eher hat der „Verletzte“ mit seinem Spiel des verletzt seins Erfolg.