Selbstreflexion ohne äusserlichen Bezugspunkt bedeutet noch lange nicht aus seinen eigenen […]

Thematiken aussteigen zu können. Solange wir uns nicht spiegeln im Anderen, verweilen wir weiterhin in unserem goldenen Käfig. Das Gefährliche daran ist, das wir oftmals denken ihn verlassen zu haben. So projizieren wir fortan unsere Thematiken auf unser Umfeld ohne zu sehen, dass wir an uns nichts verändert haben. Die einzige Möglichkeit die eigenen Grenzen zu überschreiten ist in grenzüberschreitender Therapie, Workshops oder in der partnerschaftlichen Beziehung zu sehen, wo beide bereits in dieser Arbeit geübt sind.

Sich selbst zu reflektieren bedeutet, sich von aussen zu betrachten und kann daher nur mit einer gewissen Dissoziation einhergehen. Dieses ist für mich nur unter einer guten Anleitung möglich. Mit der Auseinandersetzung mit einer ausgebildeten anderen Person (Therapeut, Coach) erfährt der Reflektierende sich selbst und ist nun erst in der Lage sich wirklich mit anderen Augen zu sehen. Sofern er es auch wirklich will. Die Aufgabe der coachenden Person ist hier in der unterstützenden Art und Weise zu sehen, damit der Reflektierende die Möglichkeit erhält, sich dissoziativ zu betrachten und dabei nicht in eine selbige Störung gerät. Diese dissoziative Betrachtung führt unter einer guten anfänglichen Anleitung zu vermehrter Selbstwahrnehmung bis hin zum Gewahrwerden der eigenen Person.

Die Selbstreflektion führt dazu, seine eigenen Identitäten und Persönlichkeiten zu sehen, zu betrachten und zu beobachten. Anteile, die verändert werden sollen, können nun leichter erkannt und daraufhin verändert werden. Als Methoden und Techniken der Veränderung gelten für mich das energetische oder auch systemische Familienstellen, Gestalttherapie, Yoga, Selbsterfahrungs- und Achtsamkeitsworkshops und Seminare, die selbstheilende Aspekte aufweisen.

Wichtig ist zu erkennen, dass die eigene Selbstreflektion nur dann Substanz zur Veränderung enthält, wenn diese im wirklichen Spiegel mit einer anderen Person geschieht. Diese Arbeit ist eine Wahrheitssuche, in der ich mich als selbstbetrachtende Person mit vielen Anteilen, Thematiken und Problemen auseinandersetzen muss, die eine –zumindest anfängliche- gute Begleitung erfordern. Erst wenn ich in der Lage bin, mich von aussen zu betrachten UND dabei wert- und urteilsfrei zu sehen, kann ich anfangen mich selber zu lieben, so wie ich bin und die Anteile, die für mich einer Veränderung bedürfen, zu verändern. Nur so können dann die Anteile, die mich zum Beispiel in einer ständigen Schuld belassen haben, integriert, verändert und/oder aufgelöst werden.