Der Therapeut darf nur Begleiter auf dem Weg der Selbstfindung und Gestaltung sein.

Vorsicht vor Machtmissbrauch!
Dem Klienten sein Leben leben lassen, keine Ratschläge geben. Für den Therapeuten wird es gefährlich, wenn er denkt, er wisse, was für seinen Klienten gut ist. Da muss das System des Therapeuten Alarm schlagen.

Überheblichkeit, Besserwisserei, Eltern-Ich und/oder das Helfersyndrom sind Fallstricke im Umgang mit Klienten. Es ist essentiell für eine gute therapeutische Arbeit, den Klienten dort abzuholen, wo er gerade in diesem Moment steht. Nicht dort, wo der Therapeut ihn sieht. Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin herauszufinden, wo er gerade steht.
Der Umgang mit der Stellarbeit bedingt eine respektvolle Sichtweise über den Klienten und seiner Arbeit mit seinen Themen. Es sind seine Themen, soweit er zu dem Zeitpunkt, wo er uns aufsucht, bereit ist, sie zu lösen.
Diese Fallstricke müssen erkannt werden und sind zu stoppen. In obigen Fällen sieht der Therapeut nur sich und nicht mehr den Klienten. Wenn der Therapeut eine klare Linie vorgibt, darf das letztendlich nur dazu dienen, dem Klienten eine weitere Möglichkeit zu offerieren oder ihn dazu zu provozieren klar zu werden, damit er nun seinen „eigenen“ Weg beschreiten kann.

Heilen bedeutet, einen Menschen in die Gesundheit hineinlieben.

In der Therapie verbinden sich zwei Menschen, um etwas Neues zu schaffen, daher entstehen hier Wandlungen / Verwandlungen und die haben mit Liebe zu tun. Je länger und tiefer die Beziehung wird, desto mehr ist dort Therapie vorhanden und desto mehr endet die Beratung. Therapie bedeutet Heilung. Es ist schwer zu sagen, wo genau die Therapie beginnt und die Beratung endet. Beim Therapeuten sollte es nur um die Homöostase – Selbstheilung gehen. Alles andere dient lediglich dazu, den Klienten abhängig von sich zu machen.